Dizzys-Irish-Terrier.de
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Kurze Geschichte des Irish Terriers

Manche sagen, der Irish Terrier ist so alt wie die Insel selbst. Die Legende sagt, er sei von Kobolden erschaffen worden. Wie dem auch sei, die Irish Terrier sind die erste der vier irischen Terrierrassen, die vom Kennelclub UK mit dem Ursprungsland Irland anerkannt wurden.

 

Ursprünglich wurde der Irish Terrier von Bauern gezüchtet. Nicht etwa das Aussehen spielte eine Rolle, sondern seine Fähigkeit, den Hof von Ratten und anderem kleinen Raubzeug frei zu halten. Es heißt, der Irish sei morgens mit seinem Herrn auf Nahrungsbeschaffung gegangen (Wildern ist ein zu böses Wort), mittags hütete er die Kinder und wenn bei Einbruch der Dunkelheit alle anderen ins Haus gingen, war seine Aufgabe, den Hof zu bewachen.

 

1876 wurden die ersten Irish Terrier (Banshee und Spuds) auf einer englischen Ausstellung in Brighton gezeigt. Damals noch ohne einheitliche Farbe,  bestimmte Größe und mit ziemlich uneinheitlichem Erscheinungsbild. Dies änderte sich bald durch engagierte Züchter, namentlich G. R. Krehl, der einen Standard (FCI 139) formulierte, nachdem Irish Terrier bis heute gezüchtet und auf Ausstellungen bewertet werden. Nach einem Punktesystem, das der Bewertung zugrunde lag, waren die wichtigsten Kriterien: Kopf, Ohren und Ausdruck (20 Punkte), gefolgt von Beine und Ohren (15 Punkte) und Fell (15 Punkte).

 

1879 wurde der Irish Terrier Club gegründet. Dem Engagement der Mitglieder dieses  Irish Terrier Clubs ist zu verdanken, dass das Kupieren der Ohren sehr früh verboten wurde. Der Englische Kennel Club verfügte, dass alle nach dem 31.12.1889 geborenen Irish Terrier nur noch mit unkupierten Ohren an Ausstellungen Teil nehmen durften. Bis zum Kupierverbot der Rute dauerte es allerdings mehr als ein Jahrhundert. In Deutschland gilt das Ruten-Kupierverbot seit 1998.

 

Zu dieser Zeit hatte der Irish den Ruf, ein „Daredevil“ zu sein, der keinem Kampf aus dem Weg geht und gerne mal in eine Rauferei gerät. Dank der Bemühungen der Zuchtstätte „von der Emsmühle“ (Hans und Karina Grüttner) ist durch den Einsatz des Importrüden Maghill of Bensheir aus dem einstigen Raufbold ein ausgeglichener Hund geworden, der zwar nach wie vor kein Pardon kennt, wenn er bedroht wird, jedoch unnötigen Kämpfen aus dem Weg geht.

 

Er ist ein Hund voller Temperament und Feuer, mit einem Herzen, drei Nummern zu groß für seinen kleinen Körper mit dem Charme eines echten Irishman, dem man niemals lange böse sein kann, wenn man in seine brauen Augen schaut.

 

„Wenn Du einen Irish Terrier gut genug kennen lernst, um Bekanntschaft mit seiner Persönlichkeit zu machen, die Tiefe seiner Liebe zu erkennen, seine stolze, fast großspurige Haltung, seine katzengleiche Grazie der Bewegung und seine enorme Geschwindigkeit und Koordination seiner Muskeln, und seinen großartigen Mut und seine Beherztheit, und wenn Du seine angenehme Intelligenz erlebst, die er immer und immer wieder zeigt, dann wirst Du überzeugt sein, dass der Irish Terrier eines der prächtigsten Geschöpfe Gottes in der Hundefamilie ist.“ (Byron N. Martin, Übersetzung EB)

 

 

 

Einige historische Abbildungen aus der 7. Auflage des Buches The Irish Terrier von F.M. Jowett, das in der 1. Auflage 1907 erschien.

Rassestandard Irish Terrier

FCI - Standard Nr. 139 / 30. 08. 2002 / D

Klassifikation F.C.I.
Gruppe 3 Terrier. Sektion 1 Hochläufige Terrier. Ohne Arbeitsprüfung.

 

Herkunft
Irland

Verwendung
Vielseitig verwendbarer Hofhund, Familienhund, Wachhund, der Gefahren oder Verletzungen mit äußerster Verachtung begegnet; geeignet für die Jagd und die Arbeit nach dem Schuss.

Historischer Überblick
Irland hat vier Terrierrassen hervorgebracht, die sich alle deutlich von den Terrierrassen des Kontinents und Englands unterscheiden. Die in der heutigen Zeit offiziell als "Irish Terrier" bezeichnete Rasse ist möglicherweise die älteste der irischen Terrierrassen, jedoch sind schriftliche Hinweise so selten, dass dies schwerlich schlüssig zu beweisen wäre.
Vor dem Jahre 1880 war die Farbe der Irisch Terrier noch recht uneinheitlich. Außer rot waren sie gelegentlich auch schwarz-loh gefärbt oder auch von gestromter Farbe. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts bemühte man sich, die Farben Schwarz-loh und Gestromt züchterisch zu eliminieren, und so zeigten alle Irish Terrier vom Beginn des 20.Jahrhunderts an eine rote Farbe.
Rote Irish Terrier traten bald in England und in den USA auch im Ausstellungsring in Erscheinung, wo sie begeistert aufgenommen wurden.
Ihr guter Ruf gewann noch hinzu, als sie im ersten Weltkrieg bei Furcht erregendem Lärm in den Wirrnissen des Grabenkrieges als Botenhunde eingesetzt wurden und dort sowohl ihre Intelligenz als auch ihre Furchtlosigkeit unter Beweis stellten.
Der erste Rassespezialklub für Irish Terrier wurde am 31. März 1879 in Dublin gegründet; außerdem war der Irish Terrier die erste Terrierrasse, die vom englischen Kennel Club als solche mit Irland als Ursprungsland offiziell anerkannt wurde.

Allgemeines Erscheinungsbild
Der Irish Terrier muss aktiv, lebhaft, geschmeidig und drahtig erscheinen und viel Substanz haben, ohne dabei jegliche Unbeholfenheit erkennen zu lassen, denn sowohl Geschwindigkeit und Ausdauer als auch Kraft sind für die Rasse von essentieller Bedeutung. Der Irish Terrier darf weder unbeholfen noch unförmig wirken; die Umrisse seines Körpers und seine Gestalt sollten Schnelligkeit, Anmut und Flüchtigkeit demonstrieren.

Verhalten, Charakter, „Wesen“
Der Irish Terrier ist, obwohl entschlossen und fähig, sich anderen Hunden gegenüber zu behaupten, bemerkenswert treu, gutmütig und dem Menschen liebevoll zugetan; wenn er angegriffen wird, zeigt er jedoch Löwenmut und kämpft bis zum bitteren Ende.
Fälschlicherweise wird dem Irish Terrier nachgesagt, er gerate leicht, manchmal sogar im Ausstellungsring, in Streit mit anderen Hunden. Obwohl er keiner Auseinandersetzung aus dem Wege geht, wenn die Umstände es erfordern, so ist der Irish Terrier doch leicht zu erziehen und ein umgänglicher Haushund; er verkörpert somit noch immer die Eigenschaften, die ihn, den früheren Beschreibungen entsprechend, zum "Wächter der armen Leute, zum Freund der Bauern und zum Liebling der vornehmen Herren" hatten werden lassen.

Beschreibung der physischen Rassemerkmale

Kopf
Lang, ohne Falten.

Oberkopf
Schädel: Flach und ziemlich schmal zwischen den Ohren, zu den Augen hin noch etwas schmaler werdend.
Stop: Kaum sichtbar, lediglich im Profil.

Gesichtsschädel
Nasenschwamm: Muss schwarz sein.
Lefzen: Sollten gut anliegen und außen fast schwarz sein.
Kiefer / Zähne: Die Kiefer müssen kräftig, gut bemuskelt und von einer Länge sein, die ein gutes Zupacken ermöglicht. Die Zähne sollten kräftig, ebenmäßig, sauber und gesund sein; die obere Schneidezahnreihe greift leicht über die untere.
Wangen: Nicht zu voll. Sie sollte unter den Augen leicht abfallen, damit nichts an den Kopf eines Greyhounds erinnert.
Augen: Sollten dunkel und klein sein, nicht vorstehen und voller Leben, Feuer und Intelligenz sein. Gelbe oder helle Augen sind äußerst fehlerhaft.
Ohren: Klein, V-förmig, mäßig dick und gut auf dem Kopf angesetzt; sie fallen dicht an den Wangen nach vorn. Die obere Linie des gefalteten Ohres sollte sich gut oberhalb der Schädeldecke befinden. Ein Ohr, das, wie beim Laufhund, an der Seite des Kopfes herabhängt, ist nicht charakteristisch für diesen Terrier, wobei allerdings ein halb aufrechtes Ohr noch weniger erwünscht ist. Die Behaarung auf den Ohren sollte kurz sein und dunkler in der Farbe als das Körperhaar.

Hals
Sollte von ansehnlicher Länge sein und sich zu den Schultern hin allmählich verbreitern; er sollte gut getragen werden und keine lose Kehlhaut aufweisen. An beiden Seiten bildet sich gewöhnlich eine leicht Halskrause, die fast bis zum Ohransatz verläuft.

Körper
Sollte ausgewogen sein, weder zu lang noch zu kurz.
Rücken: Sollte kräftig und gerade sein, ohne jegliches Anzeigen von Schlaffheit hinter den Schultern.
Lendenpartie: Muskulös und sehr leicht gebogen. Eine Hündin darf in der Lendenpartie etwas länger sein als ein Rüde. 
Brust: Tief und muskulös, jedoch nicht mächtig oder breit, mit gut gebogenen Rippen; eher tief als rund, wobei die Rippen gut nach hinten reichen.

Rute
Sollte ziemlich hoch angesetzt sein und fröhlich getragen werden, jedoch nicht über den Rücken gezogen oder geringelt sein. Sie sollte eine gute Stärke und Substanz haben und ziemlich lang sein; üblicherweise wird sie auf 2/3 der Gesamtlänge kupiert. Sie ist gut von rauem Haar bedeckt und frei von jeglicher Franse oder Befederung. In Ländern mit gesetzlichem Rutenkupierverbot ist nur die naturbelassene (unkupierte) Rute zulässig.

Gliedmaßen
Sowohl die Vorder- als auch die Hinterläufe sollten in der Bewegung gerade nach vorn geführt werden.

Vorderhand
Schultern: Müssen klar umrissen, lang und schräg gelagert sein.
Ellenbogen: Sie arbeiten frei an den Körperseiten.
Unterarm: Mäßig lang, vollkommen gerade mit viel Knochenstärke und Muskulatur.
Vordermittelfuß: Kurz und gerade, sein Ansatz kaum zu erkennen.

Hinterhand
Sollte stark und muskulös sein. Schenkel: Kraftvoll. Kniegelenke: Mäßig gewinkelt.
Sprunggelenke: Sie stehen tief über dem Boden.

Pfoten
Sollten kräftig, ziemlich rund und mäßig klein sein; die Zehen sind gebogen und stehen weder nach außen noch nach innen; schwarze Krallen sind äußerst erwünscht. Die Ballen sind gebrauchstüchtig und frei von Rissen oder brüchigen Wucherungen.

Gangart ,  Bewegung
Vorder- und Hinterläufe werden gerade und parallel nach vorn geführt, die Ellenbogen bewegen sich parallel zum Körper und arbeiten frei an dessen Seite; die Kniegelenke drehen weder einwärts noch auswärts.

Haarkleid
Das Haar sollte dicht und drahtig in der Textur sein, gebrochen ("broken", harsch und hart) erscheinen und dennoch flach anliegen, wobei die einzelnen Haare so dicht und stark nebeneinander wachsen, dass die Haut nicht zu sehen ist, selbst wenn man das Haar mit den Fingern teilt; das Haar ist weder weich noch seidig und, besonders an der Hinterhand, keinesfalls so lang, dass die Körperumrisse verdeckt würden, und es ist frei von Locken oder Kräuselung. 
Das Haar am Gesichtsbereich ist genauso zu beschreiben wie das des Körpers, es erscheint jedoch kurz (ca. 0,75 cm lang), fast glatt und gerade; ein angedeuteter Bart zeigt die einzigen langen Haare (und diese lang nur im Vergleich mit dem übrigen Haar), die erlaubt sind, ein Charakteristikum. Ein "Ziegenbart" deutet auf seidiges, schlechtes Haar am gesamt Körper hin.
Läufe: Nicht befedert und, ebenso wie der Kopf, mit Haar bedeckt, das genauso hart, jedoch nicht so lang ist wie das Körperhaar.

Farbe
Der Hund sollte einheitlich rot, rot-weizenfarben oder gelblich-rot sein. Weiß findet sich gelegentlich an der Brust. Einen kleinen weißen Fleck findet man bei allen einfarbigen Rassen dort häufig.

Größe und Gewicht
Schulterhöhe: Annähernd 18 inches (45,5 cm). Gewicht: Rüden: 27 lbs (12,25 kg)
Hündinnen: 25 lbs (11,4 kg)

Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ausschließende Fehler
Nase: Jede andere Farbe als Schwarz.
Gebiss: Deutlicher Vor- oder Rückbiss.
Farbe: Jede andere Farbe als Rot, gelbliches Rot oder Rotweizen. Ein kleiner weißer Fleck an der Brust ist wie bei anderen einheitlich gefärbten Rassen erlaubt.
Pfoten: Brüchige Wucherungen oder Risse an den Ballen.

N.B.                                                                                                                                              
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

(Standard publiziert am 01.03.2001; Übersetzung: Elke Peper)

 

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